Lesereihe Halbe.Zukunft

Kaiserbahnhof Halbe

Die Lesereihe „Halbe.Zukunft“ in den Kulturbahnhöfen Halbe thematisiert den Übergang von Gestern zu Morgen anhand aktueller Themen: Internet-Kommunikation, Flucht und Ankommen, Strukturwandel und Identität, Erinnerungskultur.

Viele Jahre schien Halbe von seiner Geschichte nahezu komplett bestimmt: Der Ort beherbergte einst das erste Hachschara-Landwerk in Deutschland. 1945 tobte hier die eine der grausamsten Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs.

Heute befindet sich in dem Ort eine der größten noch aktiven Kriegsgräberstätten in Deutschland. Anfang der 2000er Jahre stellte sich furchtbaren Aufmärschen von Rechtsextremen ein breites Demokratisches Bündnis entgegen.

Vor diesem Hintergrund assoziieren Außenstehende den Ort zuweilen ausschließlich mit dieser Geschichte, obgleich er mit Schule, Bahnanschluss nach Berlin und guter Infrastruktur zum erweiterten, wachsenden Speckgürtel um Berlin gehört und grünen Lebensraum bietet.

Dank privaten Engagements sind im sanierten Kaiserbahnhof und dem Esperanto-Bahnhof neue Veranstaltungs- und Kulturorte entstanden. Der Verein Halbe.Welt erweitert das Themen- und Angebotsspektrum.

Abends gibt es eine Lesung in den Kulturbahnhöfen, tagsüber mit Jugendlichen der Region.

Es lesen:

Michal Hvorecky: „Troll“
Michal Hvorecky, Foto: Martina Simkovicova
Roman über zwei Internettrolle in Osteuropas Zukunft, die ein staatliches System von Fehlinformationen von innen heraus zu stören versuchen und selbst zum Opfer werden.
8. März, 19 Uhr
Bericht zur Lesung

Robert Prosser: „Gemma Habibi“
Robert Prosser - Foto Gerald von Foris
Roman über zwei junge Boxer und eine Fotografin, die zwischen Flucht und Meisterschaft, zwischen Kurdistan, Wien und Ghana leben
29. April, 19 Uhr
Bericht zur Lesung

Róža Domašcyna: Gedichte (sorbisch/deutsch)
Roza Domaszyna
Biografische und andere Dichtungen aus der Oberlausitz über Dörfer, Tagebaue und die sorbische Sprache
20. Mai, 19 Uhr

Lizzie Doron: „Das Schweigen meiner Mutter“
(Englisch mit Übersetzung)
Lizzie Doron - Foto Heike Bogenberger
Teils autobiografischer Roman über die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Traumatisierung der Kindergeneration nach dem Holocaust
16. Juni, 19 Uhr

Moderation: Mirko Schwanitz

Eintritt: 6 Euro

Gefördert im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“ – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin

Gefördert vom Landkreis Dahme-Spreewald

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