Hilde – und der Mond hatte frei

Datum: 5. April 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Kaiserbahnhof Bahnhofstraße 31 15757 Halbe
Veranstaltende: Halbe.Welt e.V.
Highlight | Konzert

2025 würde die große Hildegard Kneef 100 Jahre alt werden. Ein Grund mehr für eine Aufführung!

Hildegard Kneef wächst in Schöneberg auf, als ihre Mutter nach dem frühen Tod des Mannes von Ulm nach Berlin zu ihren Eltern zurückzieht. Das war 1926.

Die Schule als gute Schülerin, die glücklichen Zeiten mit dem Großvater auf dem Land, ein krasser Gegensatz zu grauen Straßen und den dunklen Hinterhöfen Schönebergs.

Nationalsozialismus, der Krieg, Arbeitsdienst, evakuiert, ausgebombt, Hunger, Kriegsgefangenschaft, Theaterproben und Aufführungenim ersten notdürftig wiedereröffneten Theater. Angebote für Filmrollen, frühe Ehe, zuerst ohne, dann mit amerikanischem Pass. Karriere auf der Bühne und Leinwand, Hollywood, New York, sie ist internationaler Star. Hoch gelobt und schwer verrissen in ihrer deutschen Heimat.

Trotz unterschiedlichen Karrieren und dem jahrelangen Leben aus dem Koffer, kehrt sie immer wieder in ihre Stadt zurück: Für immer miteinander verbunden. Berlin und die Kneef.

„Meine Arbeit soll mein Mythos sein“, sagt sie in einem Interview über sich, auf die Problematik des allzu Privaten in ihrer Außenwirkung angesprochen.

Was macht die Wirkung dieser vielseitig talentierten Künstlerin über ihren Tod hinaus so besonders? Ihre Direktheit, ihre scharfe Beobachtungsgabe, die Zerrissenheit und Melancholie, ihre Eifersucht ebenso wie ihr Rebellentum, ihre Zivilcourage als Frau, Künstlerin und Person des öffentlichen Lebens? Das Programm entstand auch in Zusammenarbeit und Gesprächen mit Petra Roek, Autorin der Knef-Biografie „Fragt nicht warum“, erschienen 2009.

Ila Raven bringt mit ihrem Pianisten Frank Augustin neben zahlreichen Knef-Chansons den Mythos der Diva auf die Bühne: In knappen, oft widersprüchlichen und sich ergänzenden Dialogen.

Kontakt: https://Ila-Raven.com http://www.frank-augustin.com/